Ereignisse an der Fakultät

Gruppenfoto der Fakultät ETIT mit Hasso PlattnerAnnika Müller

Hasso Plattner erhält im Februar 2020 die Ehrendoktorwürde der Fakultät ETIT

Auszeichnungen und andere Ereignisse der vergangenen Jahre

Prof. Dr. Jasmin Aghassi-Hagmann neue ETIT-Professorin

Portrait Prof. Aghassi-Hagmann KIT

Zum 1. Oktober 2021 wurde Prof. Dr. Jasmin Aghassi-Hagmann auf die W3-Professur für "Elektronische Bauelemente und Systeme in zukünftigen Technologien" berufen. In ihrer aktuellen Forschung widmet sie sich der 2D und 3D gedruckten Elektronik. Dabei spielt das Wissen über die Fertigung mittels digitaler Verfahren wie Tintenstrahldruck, Laser-Schreiben und Dünnschichttechnik sowie die Erforschung der Bauelementphysik inklusive der Grenzflächeneigenschaften dünner Schichten eine entscheidende Rolle. In ihrer Gruppe beschäftigt sie sich auch mit theoretischen Fragestellungen des elektronischen Transportes, um mittels empirischer Modellierung ganze Design-Systeme aufzubauen und so elektronische Systeme in ihrer Gesamtfunktion beschreiben zu können. Im Rahmen der neu eingerichteten Professur möchte sich Frau Aghassi-Hagmann neben den oben genannten Themen auch interdisziplinär mit Fragestellungen zukünftiger Informationstechnologien beschäftigen, in denen additiv gefertigte elektronische Bauelemente zusammen mit Siliziumsystemen intelligent integriert werden und interagieren.

Science-Camp ETIT: Schüler*innen entwickeln Bewässerungsanlagen

Schüler:innen arbeiten an Laptops im Science Camp ETIT Michael Gauß, KIT

Zu Beginn der Sommerferien kam eine Gruppe Schülerinnen und Schüler am KIT zusammen, um sich im Science-Camp ETIT mit Fragen der Regelung und Steuerung zu beschäftigen. Die Schüler*innen wurden dabei von den ETIT-Studienbotschafterinnen, von Betreuer*innen der Schülerakademie Karlsruhe e.V. und dem Zentrum für mediales Lernen begleitet. Ziel war die Entwicklung einer eigenen automatisierten Bewässerungsanlage. Alle Teams konnten dem ETIT-Studiendekan Prof. Hiller am Ende ihre erfolgreichen Lösung präsentieren.

Auf dem Programm standen in der Woche außerdem u.a. eine Führung durch das Institut für Technik der Informationsverarbeitung (ITIV) und ein Besuch am EnergyLab 2.0 am Campus Nord.

Das Science-Camp wurde vom Zentrum für mediales Lernen (ZML) in Kooperation mit der KIT-Fakultät ETIT organisiert.

 

Netzausbau: 6G-Projekt unter KIT-ETIT Beteiligung

Versuchsaufbau Jörg Eisenbeis, KIT

Für die immer digitaler werdende Wirtschaft und Gesellschaft sind zuverlässige und leistungsstarke Kommunikationsnetze von großer Bedeutung. In dem Projekt Open6GHub, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit rund 67 Millionen Euro gefördert wird, arbeiten 17 Partner. Das KIT beteiligt sich unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Thomas Zwick (IHE) mit insgesamt zehn Forschungsgruppen an der Entwicklung und Umsetzung intelligenter Kommunikationsnetze und der nächsten Mobilfunkgeneration 6G und wird mit 12 Millionen Euro gefördert.

„Am KIT erforschen wir in dem Projekt unter anderem mobile Zugangspunkte im Terahertz-Bereich mit direkter faseroptischer Anbindung, beispielsweise für Anwendungen in modernen Fertigungsumgebungen“, sagt Thomas Zwick.

Link zur KIT-Pressemitteilung

Münchner Stadtbus der Zukunft fährt in Kolonne

Grafik von zwei hintereinander fahrenden Stadtbussen Grafik erstellt mit CarMaker von IPG

Elektrisch und automatisiert fahrende Busse könnten den Personennahverkehr sicherer und effizienter machen. Das Problem: Gelenkbusse oder solche mit Personenanhänger brauchen zu viel Energie und sind nicht flexibel genug einsetzbar, um auf stark schwankende Fahrgastzahlen reagieren zu können. Die Lösung: Platooning. Dabei fahren mehrere Fahrzeuge mittels elektronischer Steuerung in engem Abstand hintereinander. Diese Kolonnen können beliebig an den jeweiligen Bedarf angepasst werden.

„Beim Platooning muss nur das vorderste Fahrzeug durch einen Fahrer gesteuert werden, alle nachfolgenden können diesem automatisiert folgen“, erläutert Professor Eric Sax, Leiter des Instituts für Technik der Informationsverarbeitung (ITIV) am KIT.

Eine rein elektronische und informationstechnische anstelle einer physischen Kopplung wie beim Platooning erlaube, vollständige Fahrzeuge zu verbinden. „Da dabei gängige Fahrzeugtypen eingesetzt werden, ist die Elektrifizierung einfacher und preiswerter“, so der Experte. „Wir entwickeln jetzt die Konzepte für das Platooning von Stadtbussen und anschließend die entsprechenden Algorithmen für die Automatisierung“, sagt Nicole Rossel vom ITIV.

Das Projekt TEMPUS „Testfeld München – Pilotversuch Urbaner automatisierter Straßenverkehr“ unter anderem mit den Projektpartnern KIT, SWM und EBUSCO startete Anfang 2021 und wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) für die Laufzeit von zweieinhalb Jahren mit rund 12 Millionen Euro gefördert. „Unser Ziel ist es, die neuen Fahrzeuge ab Mitte des Jahrzehnts auf die Straße zu bringen“, sagt Prof. Sax.

Mehr dazu in der Presseinformation des KIT.

Projekt U-Shift gewinnt German Innovation Award 2021

Logo des GIA in schwarz-weiß-gold GIA

Das automatisierte, fahrerlose, elektrische Fahrzeugkonzept des Projektes U-Shift, an dem das ITIV (Gruppe Prof. Sax) beteiligt ist, wurde mit dem German Innovation Award in der Kategorie Excellence in Business to Business Automotive Technologies ausgezeichnet. Das Besondere dabei ist das Aufliegerwechselprinzip in Form einer Kapsel, das je nach Bedarf Personen- und Gütertransport erlaubt. Das ITIV ist für die Konzeptionierung der Elektrik/Elektronik-Architektur dieses hochinnovativen Fahrzeuges verantwortlich.

Auszeichung für herausragende Masterarbeit

Portrait Kristina Geistert K. Geistert

Frau M.Sc. Kristina Geistert wurde am 7. Mai 2021 mit dem Studienpreis der SEW EURODRIVE STIFTUNG 2020 ausgezeichnet.

Die Auszeichnung wurde aufgrund ihrer herausragenden Studienleistung und Masterarbeit zum Thema „Herstellung von Perowskit-Solarzellen auf der Basis ungefährlicher flüchtiger Lösemittelsysteme“ verliehen. Wir gratulieren der Preisträgerin und wünschen der Doktorandin am Lichttechnischen Institut weiterhin viel Erfolg.

Elektronische Nase erkennt Minzdüfte

Hand in Nahaufnahme hält "Elektronische Nase"-Sensoren Amadeus Bramsiepe, KIT

In der Natur locken pflanzliche Duftstoffe beispielsweise Insekten an. Aber auch in der Industrie werden sie genutzt, etwa beim Herstellen von Parfums und Aromen. Um speziell die Duftstoffe der Minze zuverlässig, schnell und objektiv zu unterscheiden, haben Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) in einer interdisziplinären Zusammenarbeit eine elektronische Nase mit einem künstlichen Geruchssinn entwickelt: Mit hoher Präzision kann sie unterschiedliche Minzarten erkennen – damit eignet sie sich für Anwendungen von der pharmazeutischen Qualitätskontrolle bis hin zur Beobachtung von Minzöl als umweltfreundlichem Bioherbizid.

Link zur KIT-Pressemitteilung

DFG-Förderung für Arbeitsgruppe am IPE

Mu3e Detektor Niklaus Berger, Universität Mainz

Am Paul Scherrer Institut in Villigen, Schweiz, entsteht derzeit das Mu3e-Experiment, das den Zerfall von Myonen untersuchen wird. Myonen sind Elementarteilchen, die den Elektronen ähneln, aber eine deutlich höhere Masse haben. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat nun den Antrag einer Forschungsgruppe der Universitäten Heidelberg und Mainz sowie des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) bewilligt, die maßgeblich am Aufbau von Mu3e mitwirkt. Das KIT erhält für seine Beiträge rund eine Million Euro.

Verschiedene physikalische Theorien sagen voraus, dass Myonen in seltenen Fällen in drei Elektronen zerfallen können. Dieser Zerfall ist allerdings nach dem sogenannten Standardmodell der Teilchenphysik extrem unwahrscheinlich. Dieses Modell beschreibt alle uns bekannten Elementarteilchen und die Wechselwirkungen zwischen ihnen. Die Beobachtung des Zerfalls würde also auf eine neuartige Physik hinweisen.

„Unsere Arbeitsgruppe am KIT ist für die Entwicklung und Produktion von innovativen Sensoren für die Messung der Elektronen zuständig“, erläutert Ivan Peric, stellvertretender Leiter des Instituts für Prozessdatenverarbeitung und Elektronik am KIT. Die Arbeitsgruppe hat sogenannte HV-CMOS Pixelsensoren entwickelt. Diese Sensoren können einzelne Elementarteilchen oder auch Photonen messen. Anwendungsgebiete liegen neben der Hochenergiephysik unter anderem in der Medizin oder der Elektronenmikroskopie.

Prof. Sax auf der Hannovermesse

Prof. Sax am Rednerpult

Auf der Hannover Messe, der Weltleitmesse der Industrie, die dieses Jahr als digitale Veranstaltung vom 12.-16. April 2021 stattgefunden hat, standen Themen wie Industrie 4.0, Digitalisierung der industriellen Prozesse, Supply Chain Management und Elektromobilität im Vordergrund.

Prof. Eric Sax hielt den Vortrag "Software architecture for future car generations" und nahm an der anschließenden Podiumsdiskussion teil. Er umriss die Entwicklung der Fahrzeugarchitektur beginnend vor ungefähr 20 Jahren mit dem Regensensor und gab Ausblicke in die Zukunft des autonomen Fahrens.

Fakultätslehrpreis 2021 an Prof. Ulusoy

Portrait Prof. Ulusoy KIT

Das Stichwort digitale Lehre stand bei der Auswahl des diesjährigen Lehrpreises im Zentrum. Prof. Dr.-Ing. Ahmet Cagri Ulusoy ragte aus Sicht der Studierenden besonders in den Lehrveranstaltungen "Elektronische Schaltungen" (Bachelor) und "Radio Frequency Electronics" (Master) durch seine digitale Neukonzeption heraus. Dabei lobten sie in der Bachelorveranstaltung u.a. kurze Übungsvideos, übersichtliche Zusammenfassungen und aktiven Austausch im Forum. Die Masterveranstaltung überzeugte mit einem gut durchdachten Konzept des Inverted Classrooms.

Wir gratulieren!

Video zum KIT-Fakultätslehrpreis 2021

Skalierbares Ladesystem für Elektrofahrzeuge

Bild Sandra Göttisheim, KIT

Mit der deutlich zunehmenden Zahl an Elektroautos steigt auch die Bedeutung von Ladeinfrastruktur und Konzepten zur Netzsicherheit. Werden Elektroautos vor allem nach Arbeitsbeginn oder Feierabend geladen, sorgen sie zu diesen Zeiten für Lastspitzen im Stromnetz. Vermeiden ließen sich diese, wenn die gesamte Standzeit zum Laden genutzt würde. Laut einer Studie im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums liegt die mittlere Betriebszeit von Pkw bei nur 45 Minuten pro Tag. Im Projekt SKALE entwickelt das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) mit den Partnern Robert Bosch GmbH und Power Innovation Stromversorgungstechnik GmbH deshalb ein skalierbares Ladesystem mit Photovoltaikanlage, stationärem Lithium-Ionen Speicher und Mittelspannungs-Netzanschluss.

„Der neue Ansatz soll eine zukunftsweisende Infrastrukturlösung für beliebige Parkflächen mit einer Vielzahl an Ladepunkten bieten und dezentrale Energiequellen effizient einbinden“, so Professor Marc Hiller vom Elektrotechnischen Institut (ETI) des KIT.
 

Mehr in der Pressemitteilung des KIT

Trigger auf Basis neuronaler Netzwerke für das Belle II Experiment operationsfähig

Bild von einem der ersten Signale im Belle II-Projekt Belle II Collaboration

Seit Anfang des Jahres ist am ITIV im Team von Prof. Jürgen Becker, gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut für Physik (MPI) und der Technischen Universität München (TUM), ein neuartiger Neuronaler z-Vertex Track Trigger für den Belle II-Detektor entwickelt und aktiv geschaltet worden. Das Belle II Experiment ist ein global sichtbares Teilchenbeschleuniger-Projekt am KEK-Forschungszentrum in Tsukuba (Japan), das die weltweit höchsten Luminositäten erreicht. Innerhalb des SuperKEKB-Beschleunigers kollidieren Elektronen und Positronen, um nach seltenen Zerfallsprozessen zu suchen. Hierbei werden u. a. Fragen adressiert, warum im Universum mehr Materie vorhanden ist als Antimaterie. Die Aufgabe des Neuronalen z-Vertex Track Trigger Projekts ist es, mittels FPGA-realisierter Neuronaler Netze (FPGAs: Field-Programmable Gate Arrays) neuartige Hardwarelösungen in der Detektortechnologie zu entwickeln, um die durch Kollisionen von Elektronen und Protonen entstehenden Partikelspuren in Echtzeit möglichst präzise zu schätzen. Mit diesen dann hardwareintegrierten Schätzmethoden lässt sich entscheiden, ob eine Partikelspur aus dem Kollisionspunkt kommt, oder ob es sich bspw. um Hintergrundrauschen handelt. Damit lassen sich zuverlässig und in Echtzeit die richtigen Ereignisse zur Laufzeit detektieren und unerwünschte Informationen aussortieren.

„Wir Technologen müssen in derartig komplexen Physikexperimenten aus immens vielen Daten innerhalb weniger Millionstel Sekunden die relevanten Signale detektieren, geeignet ausfiltern und abspeichern“, erläutert Prof. Becker, der mit seinem Team am ITIV versucht, diese Neuentwicklungen in der Detektorelektronik voran zu treiben. „Um am SuperKEKB möglichst hohe Kollisionsraten und höchste Luminositäten erzielen zu können, müssen insbesondere die nicht verwertbaren Daten als „Hintergrund-Rauschen“ in Echtzeit mittels geeigneter Auswahlverfahren ausgefiltert werden.“

Es werden in diesem Kontext am KIT interdisziplinäre fakultätsübergreifende Bachelor- und Masterarbeiten durchgeführt, sodass zahlreiche Studierende die Möglichkeit haben, direkt an einem internationalen Großforschungsprojekt forschend zu arbeiten. Mit dem operationsfähigen neuartigen Neuronalen z-Vertex Track Trigger ist ein sehr wichtiger sichtbarer Meilenstein erzielt worden.

Weiterführende Links:
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Jun.-Prof. Dr. Ulrich W. Paetzold auf die Tenure-Track-Professur Next Generation Photovoltaics berufen

Portrait Jun.-Prof. Dr. Paetzold Breig, KIT

Mit Wirkung zum 1. März 2021 wurde Ulrich W. Paetzold als Juniorprofessor auf die Tenure-Track-Professur Next Generation Photovoltaics der KIT-Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik im Bereich III berufen. Ulrich W. Paetzold entwickelt und erforscht mit seinem interdisziplinären Team neue Materialien, zukunftsweisende Bauelementarchitekturen und innovative Herstellungsverfahren für die Perowskit-Photovoltaik. Der enorme Fortschritt der Perowskit-Forschung macht dieses Materialsystem zu einem Hoffnungsträger für leistungsstarke und kostengünstige Solarzellen.

Dr.-Ing. Oliver Sander zum Privatdozenten ernannt

Portrait PD Sander KIT

Am 4.2.2021 hat Herr Dr.-Ing. Oliver Sander unter großer Anteilnahme der Fakultät seine (Online-)Antrittsvorlesung zum Thema „Heterogene Systeme als Schlüsseltechnologie zur Tb/s Datenakquistion in der Physik“ gehalten.

Damit ist sein Habilitationsverfahren abgeschlossen, und ihm wurde der Titel „Privatdozent“ verliehen. Herr PD Dr.-Ing. Oliver Sander wird das Fach „Heterogene echtzeitfähige Rechnerarchitekturen und Systeme“ in Forschung, Lehre und Innovation am KIT vertreten.

Die Fakultät gratuliert zu dieser Auszeichnung und wünscht Herrn Sander alles Gute.

Sicherheit für eingebettete Systeme

XANDAR-Projekt: Autonome Fahrzeuge und Urban Air Mobility XANDAR
Autonome Fahrzeuge und Urban Air Mobility zählen zu den Anwendungen von XANDAR.

Software und Hardware für vernetzte eingebettete Systeme müssen höchste Anforderungen an Sicherheit, Echtzeitfähigkeit, Energie- und Ressourceneffizienz erfüllen. In dem am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) koordinierten Projekt XANDAR erarbeiten acht Partner, aus Wissenschaft und Wirtschaft, darunter das ITIV mit der Arbeitsgruppe von Prof. Dr.-Ing. Jürgen Becker, eine komplette Werkzeugkette (Toolchain) zur Softwareentwicklung und Hardware-Software-Integration für komplexe Anwendungen auf zukünftigen Prozessorplattformen, beispielsweise in autonomen Fahrzeugen und für zukünftige Urban-Air-Mobility-Konzepte. Die Europäische Kommission fördert das Projekt mit insgesamt rund fünf Millionen Euro.

Die meisten Computer arbeiten im Verborgenen – als eingebettete Systeme in vielen verschiedenen Anwendungen, von Automobilen über Industriemaschinen und medizinische Apparaturen bis hin zu Haushaltsgeräten. Bei miteinander vernetzten eingebetteten Systemen für komplexe Anwendungen hängt die künftige Entwicklung stark von Künstlicher Intelligenz und Maschinellem Lernen ab. Die Software muss nicht nur spezielle Funktionen erfüllen, sondern auch sogenannten nichtfunktionalen Anforderungen entsprechen, wie Sicherheit, Datenschutz, Zuverlässigkeit, Genauigkeit, Echtzeitfähigkeit, Energie- und Ressourceneffizienz. Autonome Fahrzeuge und Drohnen beispielsweise müssen vor Ausfällen wie auch gegen unberechtigte Eingriffe geschützt sein, um Mensch, Maschine und Umgebung vor Schaden zu bewahren. 

Verfeinerung Schritt für Schritt

„Die für die nichtfunktionalen Anforderungen relevanten Parameter müssen im Softwareentwicklungsprozess frühzeitig bestimmt und in der weiteren Systementwicklung konsequent implementiert werden“, erklärt Professor Jürgen Becker, Sprecher der Institutsleitung am Institut für Technik der Informationsverarbeitung (ITIV) des KIT. Der Ingenieurwissenschaftler koordiniert das neue EU-Projekt XANDAR (X-by-Construction Design framework for Engineering Autonomous & Distributed Real-time Embedded Software Systems).
Mehr in der Pressemitteilung des KIT

Energy-Harvesting: Gedruckte thermoelektrische Generatoren für die Energiegewinnung

1-Cent Münze neben TEG Andres Rösch, KIT
Durch neu entwickelte Tinten und spezielle Produktionstechniken, wie die Origami-Technik, lassen sich kostengünstig thermoelektrische Generatoren für verschiedenste Anwendungen herstellen.

Thermoelektrische Generatoren, kurz TEGs, wandeln Umgebungswärme in elektrische Energie um. Sie bieten eine wartungsfreie, umweltfreundliche und autarke Stromversorgung für die stetig wachsende Zahl von Sensoren und Geräten für das Internet der Dinge (IoT) und eine Möglichkeit für die Rückgewinnung von Abwärme. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben nun dreidimensionale Bauteilarchitekturen mit neuartigen, druckbaren thermoelektrischen Materialien entwickelt. Diese könnten einen Meilenstein für die Nutzung kostengünstiger TEGs darstellen. Über ihre Ergebnisse berichten sie in den Zeitschriften npj Flexible Electronics (DOI: 10.1038/s41528-020-00098-1) und ACS Energy Letters (DOI: 10.1021/acsenergylett.0c02159).

„Thermoelektrische Generatoren können thermische direkt in elektrische Energie umwandeln. Diese Technologie erlaubt es, energieautarke Sensoren für das Internet der Dinge oder in Wearables, wie Smartwatches, Fitnessarmbänder oder digitale Brillen, ohne Batterien zu betreiben“, sagt Professor Uli Lemmer, Leiter des Lichttechnischen Instituts (LTI) des KIT. Weiterhin könnten sie in der Rückgewinnung von Abwärme in der Industrie und in Heizsystemen oder der Geothermie eingesetzt werden.
Mehr in der Pressemitteilung des KIT

"Best Paper Award" des "Journal of Lightwave Technology" geht ans CEL

Logo JLT JLT

Ein Team um Prof. Laurent Schmalen vom CEL hat den diesjährigen "Best Paper Award" des IEEE/OSA Journal of Lightwave Technology gewonnen. Der Preis ehrt das Paper, welches in den letzten 3 Jahren am häufigsten zitiert wurde. Die ausgezeichnete Veröffentlichung beschäftigt sich mit der Anwendung maschinellen Lernens um neuartige Datenübertragungsformate für die optische Nachrichtentechnik zu optimieren. Über diesen Link haben Sie Zugriff auf die Veröffentlichung.

PD Dr. rer. nat. Francesco Grilli zum außerplanmäßigen Professor ernannt

Bild KIT
Verleihung der apl. Professur an PD Dr. rer. nat. Francesco Grilli

Mit Wirkung vom 2. November 2020 wurde Herrn PD Dr. rer. nat. Francesco Grilli vom KIT-Präsidenten der Titel „außerplanmäßiger Professor“ verliehen. Das KIT würdigt damit seine erfolgreiche Tätigkeit in Forschung und Lehre.

Herr Grilli ist Arbeitsgruppenleiter am Institut für Technische Physik und vertritt das Forschungsthema „Modellierung von Supraleitern und Komponenten“ im Forschungsfeld „Supraleitende Energietechnische Anwendungen“.

Wir freuen uns über diese Auszeichnung und wünschen Herrn apl. Prof. Grilli weiterhin viel Erfolg.

Laurent Schmalen vom CEL erhält ERC Consolidator Grant

Foto Prof. Dr.-Ing. Laurent Schmalen KIT

Prof. Dr.-Ing. Laurent  Schmalen vom ETIT-Institut CEL erhält vom Europäischen Forschungsrat (European Research Council – ERC) einen Consolidator Grant für sein Projekt „RENEW – Reinventing Energy Efficiency in Communication Networks“. Professor Schmalen arbeitet in diesem Projekt daran, die Komplexität und den Energieverbrauch von Kommunikationssystemen zu reduzieren, um diese leistungsfähiger und umweltfreundlicher zu machen. Der ERC fördert das Projekt in den kommenden fünf Jahren mit bis zu zwei Millionen Euro.

Die Nachfrage nach datenintensiven Kommunikationsdiensten, beispielsweise Videostreaming, wächst immer noch exponentiell. Der zunehmende Datenverkehr lässt sich nur bewältigen, wenn die Komplexität der Datenverarbeitung in den Sende- und Empfangseinrichtungen der Netzwerke radikal reduziert wird. Zudem ist das weltweite Kommunikationsnetz für einen erheblichen Anteil des globalen Energieverbrauchs verantwortlich. Im Projekt „RENEW" arbeitet Professor Laurent Schmalen mit seinem Team an Lösungen, um sowohl die Komplexität als auch den Stromverbrauch der Kommunikationstechnik zu reduzieren, was höhere Datenraten und bessere Umweltverträglichkeit ermöglicht. Mit Verfahren der Künstlichen Intelligenz (KI) und des Maschinellen Lernens reduzieren die Forscher die kostenintensiven Algorithmen der Empfänger. Diese werden in ihre atomaren Einzelteile zerlegt und mit KI-Verfahren so zusammengesetzt, dass der gewünschte Kompromiss zwischen hoher Leistungsfähigkeit einerseits und niedrigem Energieverbrauch andererseits erreicht wird. In Vorabuntersuchungen gelang es den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unter anderem bereits, die Decodierung bestimmter fehlerkorrigierender Codes wesentlich zu vereinfachen. Da die Fehlerkorrektur im Empfänger üblicherweise am meisten Energie verbraucht, birgt dieser Ansatz ein enormes Potenzial für den Entwurf und die Verwirklichung enegieeffizienter Kommunikationstechnik.

 

 

PD Dr.-Ing. Alexander Colsmann zum außerplanmäßigen Professor ernannt

Portrait A. Colsmann A. Colsmann

Mit Wirkung vom 2. November 2020 wurde Herrn PD Dr.-Ing. Alexander Colsmann vom KIT-Präsidenten der Titel „außerplanmäßiger Professor“ verliehen. Das KIT würdigt damit seine erfolgreiche Tätigkeit in Forschung und Lehre.

Herr Colsmann ist Wissenschaftler am Lichttechnischen Institut und vertritt das Arbeitsgebiet „Organische Optoelektronik“. Er leitet eine Forschungsgruppe am Materialwissenschaftlichen Zentrum für Energiesysteme (MZE).


Wir freuen uns über diese Auszeichnung und wünschen Herrn apl. Prof. Colsmann weiterhin viel Erfolg.

 

Neuwahl des Geschäftsführenden Ausschusses

Portrait von Prof. Uli Lemmer Uli Lemmer
Prof. Dr. rer. nat. Ulrich Lemmer (Dekan)

Der KIT-Fakultätsrat ETIT wählte in seiner 1. Sitzung am 28.10.2020 Prof. Dr. rer. nat. Uli Lemmer zum neuen Dekan. In ihrem Amt bestätigt wurden Prof. Dr. rer. nat. Bernhard Holzapfel (Prodekan) und Prof. Dr.-Ing. Marc Hiller (Studiendekan ETIT).

Als Dekan tritt Prof. Lemmer (LTI) die Nachfolge des im Sommer plötzlich verstorbenen Prof. Dr.-Ing. Fernando Puente  León (IIIT) an. Prof. Holzapfel (ITEP) und Prof. Hiller (ETI) wurden als Prodekan bzw. Studiendekan bestätigt.

Wir freuen uns, dass durch diese Zusammensetzung die Kontinuität in der Fakultätsführung gewahrt bleibt. Der Dank der KIT-Fakultät ETIT gilt dem bisherigen Geschäftsführenden Ausschuss und dem Team der Fakultätsgeschäftsführung für ihre Arbeit in den vergangenen zwei Jahren.

Die KIT-Fakultät ETIT und die Bereichsleitung des Bereichs 3 gratulieren der neuen Fakultätsleitung herzlich zur Wahl und wünschen viel Erfolg für die anstehenden Herausforderungen!

 

„ITK InnoLab“ vernetzt Wirtschaft und Wissenschaft

Grafik zur Innovationsplattform InnoLab ITK Engineering GmbH
Die neue Innovationsplattform des KIT bietet Studierenden Einblicke in Wissenschaft und Wirtschaft. (Grafik: ITK Engineering GmbH)

Wirtschaft und Wissenschaft zu vernetzen, Projekte schnell zu realisieren und erfolgreich auf den Markt zu bringen: Das ist das Ziel der neuen Innovationsplattform „ITK InnoLab“, die das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), die ITK Engineering GmbH und die Technische Universität Kaiserslautern gemeinsam zum 1. Oktober 2020 in Rülzheim gegründet haben.

Die Plattform gibt Studierenden aus der Region die Möglichkeit, intensiv in Projekten mitzuarbeiten, um von praxisnahem Wissen profitieren und wissenschaftliche Erkenntnisse in der Wirtschaft anwenden zu können. Die Forschenden vom Institut für Technik der Informationsverarbeitung (ITIV) und der Professur für Pervasive Computing Systems (PCS) des KIT kümmern sich um Ansprache und Auswahl passender Studierender sowie um deren anschließende wissenschaftliche Betreuung.

„Die Verknüpfung von theoretischem Wissen und praxisnaher Erprobung ist für die Umsetzbarkeit von Forschungsergebnissen entscheidend. Wir wollen unseren Studierenden gemeinsam mit ITK zeigen, wie man aus Forschungsergebnissen Innovationen schafft, mit denen Arbeitsplätze und Wohlstand insbesondere in der Region Südpfalz erzeugt werden“, sagt Wilhelm Stork vom KIT.  Im Fokus stehen die Forschungsfelder Künstliche Intelligenz, Internet der Dinge sowie digitale Plattformen und neue Geschäftsmodelle. Das Projekt läuft zunächst bis 2025.

Schroff-Kolleg: Neues Wohnheim für Studierende

Ingrid Schroff, Olaf Dössel und Susanne Schroff legen Grundsteine Tanja Meißner, KIT
Ingrid Schroff, Olaf Dössel und Susanne Schroff bei der Grundsteinlegung für das Schroff Kolleg

Mit dem feierlichen Legen des ersten Grundsteins durch Professor Olaf Dössel (IBT), Vorsitzender des Studentenwohnheim e.V., sowie Ingrid Schroff, Vorsitzende der Schroff Stiftungen und Ehrensenatorin des KIT, und Susanne Schroff, stellvertretende Stiftungsvorsitzende, begannen am Mittwoch, dem 26. August 2020, die Arbeiten am Schroff Kolleg.

„Wir schaffen preiswerten und guten Wohnraum und ermöglichen interkulturelles Zusammenleben aller Studierenden“, sagte Dössel in seiner Begrüßungsrede. Insgesamt bietet das neue Wohnheim Platz für 103 Studierende. Es entsteht in der Hagsfelder Allee und ist etwa einen Kilometer vom Campus Süd des KIT entfernt, die Wohnheime des Hans-Dickmann-Kollegs (HaDiKo) liegen in unmittelbarer Nähe. Die Schroff Stiftungen unterstützen das Bauvorhaben mit einer Million Euro. Im Frühjahr 2022 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.

Der Studentenwohnheim des KIT e.V. ist mit 68 Jahren einer der ältesten Wohnheimträger in Karlsruhe sowie der größte private Anbieter von Wohnraum für Studierende in Deutschland. Bislang betreibt der Verein in Karlsruhe an vier Standorten Wohnheime mit insgesamt 1 276 Zimmern, alleine 999 davon im HaDiKo. Weil sie günstigen Wohnraum zur Verfügung stellen, sind die Einrichtungen besonders bei ausländischen Studierenden beliebt – etwa 35% beträgt ihr Anteil derzeit.

Das Besondere und deutschlandweit Einmalige an dem Verein ist, dass die Studentinnen und Studenten die Wohnheime weitgehend selbst verwalten: Organisatorische Aufgaben wie die Vergabe von Zimmern und das Planen anstehender Renovierungen übernehmen die Bewohnerinnen und Bewohner eigenständig.

Fakultätslehrpreis für das Team "LAMA"

Drei Studierende am Rechner J. Ballach/C.Wetzel, KIT
"Into the wild": Studierende in der Praxisphase des LAMA

Für ihre Arbeit in der praxisnahen KI-Lehrveranstaltung "Labor für angewandte Machine Learning Algorithmen (LAMA)" erhalten Daniel Grimm, Tim Hotfilter, Gabriela Molinar, Marco Stang und Simon Claus Stock den Lehrpreis der Fakultät ETIT 2020. Herzlichen Glückwunsch!

 

Link zum Fakultätslehrpreis-Video

Dekan Prof. Dr.-Ing. Fernando Puente León verstorben

Bild KIT
Prof. Dr.-Ing. Fernando Puente León

Die KIT-Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik trauert um ihren Dekan Prof. Dr.-Ing. Fernando Puente León, der am 1.7.2020 für uns völlig unerwartet verstorben ist.
Die Nachricht von seinem Tod hat uns alle zutiefst getroffen und erschüttert.

Prof. Puente León war seit 2008 Institutsleiter am IIIT und hat in dieser Zeit das IIIT wesentlich geprägt. Unter seiner Leitung entstanden zahlreiche Forschungsarbeiten und Promotionen in vielfältigen Themen der Signal- und Bildverarbeitung, der Messtechnik und der Mensch-Maschine-Interaktion.

In der Lehre an der KIT-Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik war er verantwortlich für mehrere Veranstaltungen, u. a. „Signale und Systeme“ und „Messtechnik“. Über das KIT hinaus genoss er einen hervorragenden Ruf als engagierter Wissenschaftler, etwa als Herausgeber der Zeitschrift „tm – Technisches Messen“ und als Autor mehrerer Fach- und Lehrbücher.

Wir verlieren einen äußerst engagierten und herausragenden Kollegen, Wissenschaftler und Hochschullehrer, der sich unermüdlich für die Belange der Fakultät und ihrer Studierenden eingesetzt hat.
Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt in diesen schweren Tagen seiner Familie und seinen Angehörigen und Freunden.
Wir werden ihn schmerzlich vermissen.

Die Professorenschaft der KIT-Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik
Der Fakultätsvorstand und das gesamte Team der Fakultätsgeschäftsstelle und des Dekanats

Nachruf der Zeitschrift tm - Technisches Messen

Sommersemester 2020 startet online

Bildschirm mit KIT-Logo und "Lehre"/"Lecturing"- Aufschrift KIT
Der Studienbetrieb startet mit digitalen Lehrangeboten.

Am 20. April 2020 wird der Studienbetrieb mit rein digitalen Angeboten wieder aufgenommen. Informationen zu einzelnen ETIT-Lehrveranstaltungen werden auf der ILIAS-Plattform zugänglich gemacht. Studierende werden gebeten, sich auf ILIAS und über die Instituts-Webseiten zu informieren und vorerst nicht auf den Campus zu kommen. Präsenzveranstaltungen sollen nur schrittweise, entsprechend den Verordnungen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie, wieder eingeführt werden. Weitere Informationen zum Beginn des Sommersemesters in der Presseinformation des KIT.

Haben ein Auge für Farben: druckbare Lichtsensoren

Lichtsensor Noah Strobel, KIT
Organische Lichtsensoren mit farbselektiver Detektion, die durch Tintenstrahldruck mit halbleitenden Tinten hergestellt werden.

Lichtsensoren, die schon jetzt bei vielen Anwendungen wie z.B. Kameras, Lichtschranken und Bewegungsmeldern nicht mehr wegzudenken sind, könnten in Zukunft auch bei der Telekommunikation eine Rolle spielen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des KIT ist am InnovationLab Heidelberg ein entscheidender Entwicklungsschritt bei der Datenübertragung mittels Licht gelungen: druckbare Lichtsensoren, die Farben sehen können. Die Kommunikation mithilfe von sichtbarem Licht (VLC=Visible Light Communication) nutzt die Innenbeleuchtung in Gebäuden für die optische Kommunikation. Diese Technologie bietet in Bezug auf Sicherheit, Geschwindigkeit und Zugänglichkeit eine Reihe von Vorteilen im Vergleich zu aktuellen Verfahren wie WLAN oder Bluetooth. "Unsere Forschung trägt zu dieser Technologie bei, indem wir die Vorteile einer speziellen Art von Materialien, nämliche organische Halbleiter, und deren Herstellung mit Drucktechniken verbinden", so Dr. Gerardo Hernandez-Sosa vom Lichttechnischen Institut (LTI).

Originalpublikation:

Noah Strobel, Nikolaos Droseros, Wolfgang Köntges, Mervin  Seiberlich, Manuel  Pietsch, Stefan Schlisske, Felix Lindheimer, Rasmus R. Schröder, Uli Lemmer, Martin Pfannmöller, Natalie Banerji, Gerardo Hernandez-Sosa: „Color-selective Printed Organic Photodiodes for Filterless Multichannel Visible Light Communication“. Advanced Materials, 2020. DOI: 10.1002/adma.201908258.

Pressemitteilung des KIT vom 19.02.2020

Trauer um Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Heering

Portrait Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Heering
Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Heering

Die Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik und das Lichttechnische Institut (LTI) trauern um den Wissenschaftler und Hochschullehrer, der am 18. Februar 2020 im Alter von 78 Jahren verstorben ist.

Prof. Heering erwarb sich in Forschung und Lehre große Verdienste an der Universität Karlsruhe (TH). Von 1967 bis zu seiner Pensionierung 2007 war er am Lichttechnischen Institut tätig und wurde im Jahr 1987 zum Professor ernannt. In seiner wissenschaftlichen Tätigkeit widmete er sich vielfältigen Themen der Lichttechnik und Optoelektronik. So beschäftigte er sich mit Plasmastrahlern, mit optischer Messtechnik, dem Einsatz der UV-Technik und dem Entwurf von leistungselektronischen Schaltungen.

Bis zum vergangenen Jahr blieb er durch die Betreuung von Abschlussarbeiten und durch die Mitwirkung in Vorlesungen an der Fakultät ETIT aktiv.

Prof. Heering war ein herausragender Wissenschaftler und Hochschullehrer. 

„Wolfgang Heering hat mehr als 50 Jahre mit seiner breiten Kompetenz und seiner ruhigen und humorvollen Art zum Erfolg des Institutes beigetragen. Wir trauern um einen allseits geschätzten Wissenschaftler, dem das LTI sehr viel zu verdanken hat“, sagt Prof. Ulrich Lemmer, Leiter des Lichttechnischen Instituts.

Hasso Plattner erhält Ehrendoktorwürde der Fakultät ETIT

Gruppenfoto mit Hasso Plattner, Dietmar Hopp und Vertretern der KIT-Fakultät ETIT Annika Müller
Von links: Prof. Dr.-Ing. Fernando Puente León, Prof. Dr.-Ing. Dr. h. c. Jürgen Becker, Dietmar Hopp, Prof. Dr. h.c. Hasso Plattner, Prof. Dr.-Ing. Holger Hanselka, Prof. Dr.-Ing. Eric Sax und Prof. Dr. rer. nat. Wilhelm Stork

In einer feierlichen Festveranstaltung am 17. Februar 2020 verlieh die Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik dem Mitbegründer der SAP SE und Alumnus der damaligen Universität Karlsruher (TH) -des heutigen KIT- die Ehrendoktorwürde.
Plattner engagiert sich für die zukunftsorientierte Forschung sowie den Bildungs- und Kultursektor, verknüpft Wirtschaft und Wissenschaft, setzt sich für den Führungsnachwuchs ein und entwickelt immer wieder Innovationen, um die Digitalisierung voranzutreiben.

 

Sein Studium der Nachrichtentechnik schloss Plattner 1968 an der Fakultät für Elektrotechnik der Universität Karlsruhe (TH) bei Professor Karl Steinbuch ab, einem der Pioniere der deutschen Informatik. "Hier habe ich mein Grundwissen erworben, das es mir bis heute ermöglicht, neue Innovationen und Ideen zu entwickeln", sagt er.

Der Präsident des KIT, Prof. Holger Hanselka, würdigt Plattner nicht nur als einen der erfolgreichsten Unternehmer und engagiertesten Förderer von Start-Ups in Deutschland, sondern auch als Vordenker, der die Bedeutung der Digitalisierung früh erkannt hat und sie bis heute intensiv vorantreibt.

Die Laudatio hielt Dietmar Hopp, ebenfalls Alumnus der Universität Karlsruhe (TH) und Mitbegründer von SAP. "Sein praxisorientiertes Denken, mit dem er den Wandel stets richtig antizipierte, hat ihn zum Vordenker der SAP-Softwareentwicklung gemacht", sagt Hopp.

"Hasso Plattner ist wirtschaftlich außerordentlich erfolgreich, gleichzeitig wird er auch seiner gesellschaftlichen Verantwortung gerecht. Er ist damit nicht nur eine beeindruckende Persönlichkeit, er ist auch Vorbild und Motivation für die jüngere Generation", sagt Prof. Fernando Puente León, Dekan der KIT-Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik. Gemeinsam mit Prof. Jürgen Becker, Leiter des Instituts für Technik der Informationsbearbeitung (ITIV) hatte er die Verleihung der Ehrendoktorwürde an Plattner auf den Weg gebracht.

Trauer um Prof. Horst Kaltschmidt

Die Fakultät ETIT trauert um den Honorarprofessor, der am 9. Februar 2020 im Alter von 84 Jahren verstorben ist.
Prof. Kaltschmidt studierte an der Universität Karlsruhe (TH) Elektrotechnik und promovierte dort am Institut für theoretische Elektrotechnik und Messtechnik.

Neben seiner Position als Ressortleiter der Abteilung Technologie bei der Daimler-Benz Aerospace LFK-Lenkflugkörper GmbH war er seit 1984 Honorarprofessor an der Universität Karlsruhe und später am KIT.

Am Institut für theoretische Elektrotechnik und Systemoptimierung (ITE) der KIT-Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik las er bis zum Wintersemester 2017/18 die sehr praxisorientierte Vorlesung "Raumfahrtelektronik und Telemetrie". Er entwarf alle Klausuren seiner Vorlesung selbst und ließ sich "nicht den Spaß nehmen", diese auch selbst zu korrigieren. Seine Vorlesung war gleichermaßen bei Bachelor und Masterstudierenden beliebt und gut besucht.

„In meiner über 30-jährigen Bekanntschaft mit Prof. Kaltschmidt habe ich ihn mit seiner nie endenden Technikbegeisterung als inspirierende Persönlichkeit schätzen gelernt, die ich sehr vermissen werde“, sagt Prof. Trommer, ehemaliger Leiter des ITE.

Berufsbilder: Speed Dating mit Unternehmen

Studierende und Unternehmensvertreter an Stehtischen im Gespräch KIT-Career-Service
Studierende knüpfen Kontakte im Gespräch mit Unternehmensvertreter*innen

Zahlreiche ETIT- und MIT-Studierende nutzten am 21. Januar 2020 die Gelegenheit, Kontakte mit Industrievertreter*innen zu knüpfen. In 13-minütigen Gesprächen mit jedem Unternehmen konnten die Studierenden sich über verschiedene Berufsbilder informieren und Fragen zum Berufseinstieg stellen. Das anschließende Get-Together ermöglichte weiteren Austausch. Mit dabei waren Belden, Leica Biosystems, Littelfuse, Texas Instruments und Trumpf. Veranstalter dieses neuen, erfolgreichen Formats war der KIT-Career-Service in Kooperation mit der Fakultät ETIT.

Erwin-Schrödinger-Preis für KIT-Forschungsteam

Preisverleihung Erwin-Schrödinger-Preis 2019 an KIT-Team Marco Urban
Die Verleihung des Erwin-Schrödinger-Preises an das KIT-Team auf der Jahrestagung der Helmholtz-Gemeinschaft 2019

Die Helmholtz-Gemeinschaft verlieh den mit 50.000 Euro dotierten Forschungspreis des Stifterverbandes im September 2019 an ein multidisziplinäres Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des KIT für Arbeiten an der "perfekten" Solarzelle. Sie hatten etwa Belege für ferroelektrische Mikrostrukturen gefunden und konnten damit die Eigenschaften moderner Perowskit-Solarzellen erklären. Der Erwin-Schrödinger-Preis unterstreicht die führende Position des KIT in der Materialforschung zur photovoltaischen Energieumwandlung.

KI im Studium macht fit für den Job

Drei Studierende am Rechner J. Ballach/C.Wetzel, KIT
"Into the wild": Studierende in der Praxisphase des LAMA

Die Künstliche Intelligenz zählt zu den großen Trendthemen in Wissenschaft und Wirtschaft. Am ITIV trainieren angehende Ingenieurinnen und Ingenieure dafür bereits im Bachelorstudium: Im Labor für angewandte Machine Learning Algorithmen (LAMA) machen sie sich mit praxisnahen KI-Projekten fit für künftige Aufgaben.

In der Praxisphase („Into the wild“-Phase), haben die Studierenden nach dem Theorieteil vier Wochen Zeit, das Gelernte in eigenen Projekten umzusetzen: Von der Solarstromprognose über Bilderkennung bis zum rückenfreundlichen Bürostuhl und einem Neuronalen Netzwerk, das Musik komponiert.

 

Herz aus dem Computer unterstützt Mediziner

Anatomisches Computermodell eines Herzens Axel Loewe, KIT
Anatomisches Modell des linken Vorhofs einer 70-jährigen Patientin

Am IBT entwickeln Forscher realitätsnahe Computermodelle des Herzens auf mehreren Ebenen, um das Risiko von Herzrhythmusstörungen und die Wirkung von Therapien individuell abzuschätzen.

Forscher des KIT, der Medizinischen Klinik IV des Städtischen Klinikums Karlsruhe sowie der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg und des Universitäts-Herzzentrums Freiburg – Bad Krozingen haben eine Methode entwickelt, um das Risiko für Vorhofflattern individuell abzuschätzen: Wie die Wissenschaftler in der Zeitschrift Frontiers in Physiology berichten, ermöglichen personalisierte Computermodelle, sämtliche Pfade zu identifizieren, entlang derer die atypischen, kreisende elektrischen Erregungen auftreten können. „Unsere Modelle beziehen anatomische, elektrophysiologische und pharmakologische Kriterien ein“, erklärt Dr. Axel Loewe, Leiter der Arbeitsgruppe Herzmodellierung am Institut für Biomedizinische Technik (IBT). Auch die Wirkung von Therapien wie Katheterablation oder Medikamenten lässt sich so vorab individuell einschätzen.

Autonome Straßenbahn im Depot

Straßenbahn Sandra Göttisheim, KIT

Das KIT, Siemens Mobility und weitere Partner starten im Oktober 2019 das BMVI-geförderte Projekt „Autonome Straßenbahn im Depot“ (AStriD).

Ziel des Projekts ist die Vollautomatisierung eines Straßenbahndepots auf Basis einer autonom fahrenden Tram und eines digitalen Betriebshofes. Die Umsetzung erfolgt auf dem Betriebshof des Verkehrsbetriebs Potsdam.

„Wir freuen uns darauf, unsere aktuellen Forschungsergebnisse in AStriD einzubringen und auf einem Straßenbahndepot umzusetzen“, sagt Prof. Eric Sax, Leiter des ITIV.

Rudolf-Jaeckel Preis 2019 der DVG an Professor Bernhard Holzapfel

 Katharina Grottker
Foto: Katharina Grottker

11.10.2019: Im Rahmen der V2019-Tagung in Dresden wurde der Rudolf-Jaeckel Preis der Deutschen Vakuumgesellschaft an Bernhard Holzapfel, Direktor am Institut für Technische Physik ITEP,  verliehen. Die Ehrenmedaille und Urkunde wurde von Frau Dr. Ute Bergner, Präsidentin der DVG) überreicht.  

Herr Holzapfel erhält den Preis „für seine herausragenden Leistungen … und bahnbrechenden Beiträge zur Etablierung der Laserdeposition in der Dünnschichttechnik, speziell zur Präparation oxidischer, dünner Schichten, insbesondere supraleitender, magnetischer und ferroelektrischer Schichten.“

Die Laudatio hielt Joachim Knebel, der den wissenschaftlichen Werdegang und Charakter von  Bernhard Holzapfel darstellte:  ein begeisterter und begeisternder Hochschullehrer,

ein wissbegieriger Forschergeist, der beständig hinter die Grenzen des Machbaren sieht,

und einer Innovator, der Studierende, Promovierende und Laborergebnisse erfolgreich in die Praxis überführt!

Wahl des Geschäftsführenden Ausschusses der KIT- Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik

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Geschäftsführender Ausschuss der KIT-Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik (v.l.n.r.): Prof. Dr. rer. nat. Bernhard Holzapfel (Prodekan), Prof. Dr.-Ing. Fernando Puente León (Dekan) und Prof. Dr.-Ing. Marc Hiller (Studiendekan ETIT)

Als Dekan tritt Prof. Dr.-Ing. Fernando Puente León vom Institut für Industrielle Informationstechnik (IIIT) die Nachfolge von Prof. Dr.-Ing. Thomas Leibfried vom Institut für Elektroenergiesysteme und Hochspannungstechnik (IEH) an. Prof. Dr. rer. nat. Bernhard Holzapfel vom Institut für Technische Physik (ITEP) löst als Prodekan seinen Vorgänger Prof. Dr.-Ing. John Jelonnek vom Institut für Hochleistungsimpuls- und Mikrowellentechnik (IHM) ab. Neuer ETIT-Studiendekan ist Prof. Dr.-Ing. Marc Hiller vom Elektrotechnischen Institut (ETI), der auf Prof. Dr.-Ing. Sören Hohmann vom Institut für Regelungs- und Steuerungssysteme (IRS) folgt. Die KIT-Fakultät ETIT und die Bereichsleitung des Bereichs 3 gratulieren der neuen Fakultätsleitung herzlich zur Wahl und wünschen viel Erfolg bei der Fortführung und nachhaltigen Gestaltung der anstehenden Herausforderungen. Der ausdrückliche Dank der KIT-Fakultät ETIT gilt zudem dem bisherigen Geschäftsführenden Ausschuss für die Fakultätsführung und die erbrachten Leistungen in den vergangenen vier Jahren.

 

31.10.2018
 

Uli Lemmer erhält Esther-Hoffman-Beller-Medaille 2018

Preis der OSA geht an Uli Lemmer für den Aufbau der Graduiertenschule im Zuge der Exzellenzinitiative

Die Optical Society (OSA) zeichnet Uli Lemmer, Leiter des Lichttechnischen Instituts am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), für den Aufbau einer internationalen Graduiertenschule im Bereich der Optischen Technologien aus: die Karlsruhe School of Optics & Photonics (KSOP).

An der im Jahr 2006 als erste Graduiertenschule des KIT gegründeten Karlsruhe School of Optics & Photonics (KSOP) haben bis heute fast 600 Studierende und Doktorandinnen und Doktoranden und Alumni aus 40 verschiedenen Ländern studiert und geforscht. Wie die OSA mitteilt, verkörpere die KSOP in idealer Weise den interdisziplinären Charakter des Fachgebiets, das Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus den Bereichen Physik und Elektrotechnik mit Vertreterinnen und Vertretern anderer Disziplinen wie Biologie, Chemie, Maschinenbau, Informatik und anderen zusammenbringt.

Die Arbeit von Professor Lemmer habe dafür gesorgt, dass die Studierenden der KSOP nicht nur über ein solides Fundament in der Forschung verfügen, sondern auch von den vielfältigen Verbindungen mit der Industrie und dem umfangreichen Begleitprogramm der Schule profitieren. Hierzu gehört für die Doktorandinnen und Doktoranden z.B. auch ein MBA-Fundamentals-Programm der Technology Business School am KIT, der Hector School, in dem grundlegende Managementfertigkeiten vermittelt werden. „Die Karlsruhe School of Optics & Photonics bildet sehr erfolgreich die nächste Generation der Führungskräfte für die akademische Forschung und die High-Tech-Industrie aus“, sagte die Vorsitzende des Auswahlkommittees Andrea Blanco Redondo von der University of Sydney, Australien, zur Begründung der Auszeichnung.

Die 1916 gegründete Optical Society (OSA) ist eine führende wissenschaftliche Fachorganisation auf dem Gebiet von Optik und Photonik.

 

30.05.2018
 

Olaf Dössel zum Fellow der EAMBES ernannt

Prof. Dr. Olaf Dössel wurde zum Fellow of the European Alliance for Medical and Biological Engineering and Science ernannt. In der Ernennungsurkunde heisst es: „In recognition of distinguished leadership and important contributions to research and advocacy of Medical and Biological Engineering and Science“. Die Urkunde wurde am 13. März auf einer Festveranstaltung in London übergeben.

EAMBES Fellows